Set-Jetting: Diese 8 Luxushotels waren Drehorte
Es begann auf Hawaii. 2020 wurde dort eine Serie für den amerikanischen Sender HBO gedreht, die die Hotelwelt verändern sollte. Im Four Seasons Resort Maui spielte die erste Staffel von „White Lotus“, wie die Hotelkette fortan in der Serie genannt wurde. Dort trafen illustre Gäste auf einen aufgekratzten General Manager, es gab eine Leiche und eine Menge Aufregung. Die Zuschauer liebten den schwarzen Humor, den wilden Plot voller Eitelkeiten und Neurosen, aber auch die Schönheit des Hotels, den Luxus der Natur. Die Serie knackte immer wieder Zuschauerrekorde, und ein für die Drehorte nicht unerheblicher Prozentsatz buchte sogleich einen Aufenthalt. So entstand ein Phänomen: Schon als bekannt wurde, in welchem Land und in welchen Hotels Staffel zwei und drei der Serie gedreht wurden, nahmen die Buchungsanfragen dort zu.
„White Lotus“ sorgte mit seiner zweiten Staffel, die im San Domenico Palace in Taormina gedreht wurde, sogar für einen sprunghaften Anstieg der Zahl amerikanischer Touristen auf der italienischen Insel Sizilien. Dabei ist es nicht neu, dass Cineasten die Drehorte ihrer Lieblingsfilme besuchen. Der Tanzfilm „Dirty Dancing“ brachte der Mountain Lake Lodge in Pembroke in Virginia neue Besucher. Die schiefgelaufene Junggesellenabschiedsfeier von „Hangover“ lockte Gäste ins Hotel Caesars Palace in Las Vegas. Doch die Exklusivität durch stark steigende Zimmerpreise nahm erst in den letzten Jahren so deutlich zu. Wer also in diesen Hotels eincheckt, bekommt nicht nur großes Kino, sondern auch leinwandtaugliche Aussichten und einen gut gepflegten Hotelbetrieb.
Four Seasons Resort Koh Samui

White Lotus, 3. Staffel
Es sind wohl besonders der tropische Luxus, mit dem die Villen ausgestattet sind, und die schiere Größe, in der sich die Protagonisten der dritten Staffel White Lotus bewegten, die hier die Besucher anzogen. In der Serie ging es vor allem um giftige Frauenfreundschaften und Shakes, aber auch die spektakuläre Natur spielte sowohl in der Serie als auch in den gestiegenen Buchungsanfragen eine Rolle. Zu den Begehrtheiten dieses Resorts auf der thailändischen Insel Koh Samui zählen Privatstrände, Villen mit Meerblick und Infinitypools. Und vielleicht hat auch der Aufenthalt von Palina Rojinski im Anschluss an die Ausstrahlung der Serie die Preise noch einmal in die Höhe getrieben.
Poolvilla um die 2700 Euro pro Nacht

San Domenico Palace, A Four Seasons Hotel

White Lotus, 2. Staffel
Die grau-weiß gestreiften Sonnenschirme entlang des Pools, der an den dramatischen Klippen von Taormina liegt, waren es wohl, die sich ähnlich in die Hirne der Zuschauer einbrannten wie das geniale Schauspiel von Jennifer Coolidge. Das Hotel, ein historisches Kloster aus dem 15. Jahrhundert mit seinen eindrucksvollen Außenflächen und prachtvollen Innenräumen, wurde zur ikonischen Kulisse der zweiten Staffel von White Lotus, die nicht wenige für die beste aller Staffeln halten. Interessante Paardynamiken, eine tragische Figur, die über Bord geht, und eine durch und durch italienische Hoteldirektorin ließen sie zum Kult werden. Dass die traditionell sizilianisch geprägte Innenausstattung clever genutzt wurde, um eine andauernde Bedrohung anzudeuten, tat den steigenden Buchungsanfragen zumindest keinen Abbruch.
Ab 1200 Euro pro Nacht

Constance Petit Prince, Mauritius

A Resort to Love
In diesen Wasserbungalows fanden die Dreharbeiten zu Resort to Love statt, der romantischen Netflix-Komödie von 2020 mit Christina Milian. Sie spielt eine Sängerin, die nach einem Karriere-Rückschlag auf einer luxuriösen Inselhochzeit ausgerechnet ihren Ex-Verlobten trifft. Das tropische Luxusresort in Poste de Flacq auf Mauritius überzeugte die Locationscouts mit exotischem Luxus und tropischem Flair. Auch die Lage der 89 Suiten und Villen in einer ruhigen Lagune machte die Dreharbeiten sicherlich angenehm. Für die wachsende Besucherzahl lohnt sich vor allem der Fokus des Hotels auf seine exzellente Küche und den Service.
Wasservilla-Juniorsuite um die 1500 Euro pro Nacht

Chateau Marmont

American Horror Story
Vielleicht gibt es kein Hotel auf der Welt, um das sich so viele Mythen ranken wie um diese Zimmer am Sunset Boulevard in Los Angeles. Seine Partys sind legendär, seine Gäste berühmt und lange bleibend. Bücher wurden hier geschrieben oder inspiriert – und natürlich Filme gedreht. Auch die Horror-Anthologie-Serie American Horror Story. Für Staffel 5, die 2015 ausgestrahlt wurde, diente das Chateau Marmont als Vorlage für das fiktive Hotel Cortez und wurde darin zu einem Symbol für Hollywoods dunkle Seite. Die echten Gäste suchen hier aber wohl vor allem die helle Seite: die Sonne am Pool, den alten Glamour, die Art-déco-Gestaltung und vor allem den ein oder anderen fast garantierten Star-Auftritt.
Junior Suite ab 1098 Euro pro Nacht

Hotel Cala di Volpe

The Spy Who Loved Me
An einem der schönsten Strandabschnitte Sardiniens gelegen, nämlich der Costa Smeralda bei Porto Cervo, löste dieses Hotel einen Hype aus, bevor es überhaupt einen Hype um die italienische Insel gab. Niemand Geringeres als Roger Moore spielte hier den James Bond aus The Spy Who Loved Me. Nachdem der Film 1977 ausgestrahlt wurde, fand der Küstenabschnitt zu seiner heutigen Bedeutung: einem Treffpunkt für die Schönen und Reichen dieser Welt. Das Hotel ist Teil der Luxury Collection von Marriott und wurde von den Architekten Bruno Moinard und Claire Bétaille über vier Jahre behutsam und sensibel neu gestaltet und renoviert.
Luxury Suite ab 1900 Euro pro Nacht

The St. Regis Bora Bora Resort

Couples Retreat
Bora Bora gilt schon lange als das Paradies aller Paradiese. Vermutlich wurde auch deswegen die Komödie Couples Retreat hier gedreht. Im Film aus dem Jahr 2009, in dem Paare in ein tropisches Resort reisen, um ihre Beziehungen zu retten – was natürlich anders ausgeht als geplant –, gleiten Vince Vaughn und Kristen Bell durch kristallklares Wasser, lassen sich vom Butler-Service und der Romantik der Abgeschiedenheit verwöhnen. Was natürlich zum Nachmachen einlädt. Südsee-Ästhetik in den 100 Villen, die zum Teil über türkisblauem Wasser liegen, lässt auch die etwas in die Jahre gekommene Vorstellung von Luxus vollkommen zeitgemäß erscheinen.
Overwater Premier Villa ab 4300 Euro

Park Hyatt Tokyo

Lost in Translation
Ein echter Klassiker der Filmgeschichte – ähnlich zeitlos wie das Hotel selbst, in dem er gedreht wurde. Als Bill Murray in Lost in Translation von 2003 einsam in seinem Hotelzimmer sitzt, das er meist nur gegen die Bar und den Pool tauscht, durchlebt er eine handfeste Midlife-Crisis. Auch als er Scarlett Johansson näherkommt, spielt das reduzierte Design, das Gefühl, sich oberhalb der Stadt zu befinden, eine wichtige Rolle. Ziemlich japanisch kam das Park Hyatt Tokyo, das in der 39. bis 52. Etage des Shinjuku Park Towers liegt, damals daher: klar, ruhig, elegant, dezent. Gelegen im Stadtteil Shinjuku ist der Blick über Tokio nachhaltig eindrucksvoll. Nach einer 19-monatigen Renovierungsphase wurde das Hotel im Dezember 2025 wiedereröffnet.
Ab 702 Euro pro Nacht

Four Seasons Beverly Wilshire

Pretty Woman
18 Millionen Zuschauer sahen zu, als Pretty Woman das erste Mal im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Und egal, ob Julia Roberts in der Badewanne singt oder durch die große Lobby schreitet –, das Hotel spielte im Film immer die Rolle einer begehrenswerten Welt. Das 1991 zum Hotel umgebaute Gebäude mit seiner besonderen Außenfassade in der Nähe des Rodeo Drive hat über 395 Zimmer und Suiten, in denen schon Elvis Presley oder John Lennon residierten. Die größte Suite des Hotels ist die Penthouse Suite im obersten Stockwerk, die auch im Film mit Richard Gere und Julia Roberts, der 1990 in die Kinos kam, zu sehen ist – wenn auch nur als Studionachbau. Mit dem Film wirbt das Hotel noch heute.
Präsidentensuite um die 15.000 Euro pro Nacht

