The Arula Chalets

Die besten Chalets und Winterhotels in Europa

Ski-in Ski-out auf höchstem Niveau: Das sind die spannendsten Neueröffnungen in den französischen, italienischen, österreichischen und Schweizer Alpen. 
Text Anna Walter
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The Arula Chalets

Lech am Arlberg, Österreich 

Die Arula Chalets in Lech fühlen sich an wie ein Ort, an dem James Bond die Winterferien verbringen würde. Die Anreise erfolgt mit dem Helikopter, zu erreichen sind die beiden Luxus-Chalets nur über die Tiefgarage oder mit Skiern über die Piste. Im größeren Chalet finden auf insgesamt 1.800 Quadratmetern 22 Personen Platz, das kleinere Chalet beherbergt acht Gäste. Über einen Code öffnet sich im Bücherregal ein Geheimgang, der die beiden Chalets miteinander verbindet. Was macht ein Geheimagent, wenn er nicht gerade die Abfahrt hinunterjagt? Er lehnt sich im dampfenden Jacuzzi auf der Terrasse zurück, lässt sich die Muskeln bei einer Massage im hauseigenen Spa auflockern oder entspannt sich bei einem Filmklassiker im Heimkino. Abends trifft er sich zum Pokern am offenen Kamin und gönnt sich einen raren Krug-Champagner aus dem wohl temperierten Weinkeller. Das aufmerksame Team kennt selbstverständlich den Namen jedes Gastes und stellt sicher, dass kein Wunsch unerfüllt bleibt. Falls es Bond doch mal runter ins Dorf ziehen sollte, steht in der Garage schon eine anthrazitfarbene G-Klasse mit Fahrer bereit.

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Como Alpina Dolomites

Seiser Alm, Südtirol, Italien

Seit Dezember ist die Seiser Alm um ein architektonisches Meisterwerk reicher: Eingebettet in die dramatische Kulisse der Dolomiten thront das Luxushotel Como Alpina Dolomites auf Europas größtem Hochplateau. Nach einem ausgiebigen Frühstück können sich Gäste morgens sofort die Skier anschnallen und finden direkt vor der Tür rote, blaue und schwarze Pisten, sowie auf Wunsch einen Skilehrer, der sie auf ihre Touren begleitet. Mittags kehrt man im gemütlichen Alpina Chalet ein und genießt bei offenem Feuer ein zartes Rinderfilet. Kommt man am Nachmittag erschöpft in sein Hotelzimmer zurück, erwartet einen dank hellen Holzmöbeln und beigefarbenen Textilien eine wohlig-warme Atmosphäre. Tipp: Wer eine Deluxe-Suite bucht, kann sich außerdem über einen privaten Wellness-Raum mit Whirlpool und Infrarotsauna freuen. Den Abend lässt man am besten bei einem Glas Bourbon in der Zigarrenlounge ausklingen.

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Forestis Dolomites

Brixen, Südtirol, Italien

An einer serpentinenförmigen Bergstraße außerhalb von Brixen versteckt sich ein ehemaliges Sanatorium, in dem bereits Päpste und Monarchen Zuflucht fanden. Heute ist das Forestis Dolomites ein luxuriöses Wellness-Retreat, das die Einfachheit zelebriert. In den minimalistisch gestalteten Zimmern und Suiten lenkt nichts vom Wesentlichen ab: Dem atemberaubenden Blick auf die Berggipfel der Geislergruppe. Bodentiefe Fenster bringen auch im Restaurant und Spa die Dolomiten nach drinnen. Draußen wartet das Skigebiet Plose, drinnen der beheizte Steinpool, mehrere Saunen und ein keltischer Yoga-Raum. Die Spa-Behandlungen sind von den umliegenden Wäldern inspiriert und werden in stilvoll reduzierten Treatment-Rooms durchgeführt. Nach einem Latschenkieferpeeling oder einem Waldsalzbad, serviert Küchenchef Roland Lamprecht im stufenförmig angeordneten Restaurant raffinierte Degustationsmenüs aus seiner „Waldküche“. 

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Ultima Courchevel Belvédère

Courchevel 1750, Frankreich

Näher kann man der Piste kaum kommen: Die Ultima Chalets liegen direkt neben dem Schlepplift von Belvédère, dahinter erstreckt sich das größte Skigebiet der französischen Alpen. Die Anlage umfasst 13 Chalets, in denen je 8 Personen unterkommen. Jedes Chalet verfügt über seinen eigenen Butler, Chauffeur und Privatkoch – Kindermädchen und Skilehrer können auf Wunsch dazu gebucht werden. Bei Sonnenschein wird das Frühstück auf der privaten Terrasse serviert, von dort aus geht es direkt weiter auf die Piste. Die Skier wurden über Nacht präpariert und stehen nun am Geländer bereit. Im Salon sorgen helles Holz, kantige Chesterfield-Sofas aus grauem Samt und plakative Schwarzweißfotografien für moderne Gemütlichkeit. Es wäre nicht Courchevel, würden nicht Kronleuchter aus Baccarat-Kristallen von der Decke baumeln. Die Badezimmer sind gänzlich in schwarzem Marmor ausgekleidet und indirekt beleuchtete Ankleidezimmer bieten ausreichend Platz für die Feriengarderobe. Wer seine Thermosocken Zuhause vergessen hat, kann diese im hauseigenen Skishop kaufen. 

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Grace La Margna

Sankt Moritz, Schweiz

Dass die Uhren in Sankt Moritz etwas langsamer laufen, ist kein Geheimnis. Umso größer war die Freude über die Eröffnung des Grace La Margna. Immerhin ist es das erste neue Luxushotel seit 50 Jahren. „Wir wollen ein neues St. Moritz widerspiegeln“, sagt Hoteldirektor David Frei. Dabei hat man sich nicht gescheut, zu investieren – in die Umsetzung des Projekts sind über 80 Millionen Euro geflossen. Das Ergebnis? Ein Haus, das Vergangenheit und Gegenwart liebevoll miteinander vereint. Während der historische „La Margna“ Flügel aus dem Jahr 1906 stammt und Jugendstil-Elemente aufweist, erstrahlt der angrenzende „Grace“ Flügel als moderner Neubau mit lichtdurchfluteten Zimmern. Nachmittags trifft man sich zum Afternoon-Tea am offenen Kamin oder zieht seine Bahnen im 20 Meter langen Pool. Am Abend haben Gäste die Qual der Wahl: In der eleganten Brasserie bekommen sie Austern, Hummer und Wagyu serviert. Das Restaurant „The View“ lockt mit mediterraner Küche und Blick über den St. Moritzersee. Besonders ungezwungen geht es im „Maxmoritz“ Pop-Up zu: Hier werden Rösti, Fondue und andere Schweizer Spezialitäten mit einem Augenzwinkern aufgetischt.