Diese 14 Uhren haben uns bei der Watches & Wonders überzeugt
Jedes Jahr im April wird Genf zum Mekka der Uhrenwelt. Wenn die großen Marken auf der Watches & Wonders ihre neuesten Modelle präsentieren, beginnt das große Staunen – aber auch die Herausforderung, im Strom der Premieren den Überblick zu behalten. Denn nicht jede neue Uhr ist automatisch relevant. Welche besitzt das Potenzial zum modernen Klassiker? Welche ist mehr als nur ein kurzfristiger Hype? Und welche verschwindet schneller wieder in der Versenkung, als sie auf den Messeständen glänzen konnte? Damit Sie sich darüber nicht den Kopf zerbrechen müssen, haben unsere Autoren das getan.
Patek Philippe Complications Ref. 5249R-001

Nur auf Knopfdruck zeigt dieser Automat fürs Handgelenk die Zeit an. Auf dem Zifferblatt entfaltet sich in handwerklicher Perfektion die Fabel vom Fuchs und dem Raben – samt ihrer zeitlosen Moral über Schmeichelei. Die Geschichte zierte einst bereits eine Taschenuhr und gehört bis heute zu den Lieblingsmodellen von Philippe Stern. Dass ausgerechnet dieses Gleichnis den langjährigen Patek-Patriarchen begeistert, verrät einiges über die Familie Stern – und genau das gefällt mir daran. —Alexander Stilcken, freier Journalist und Uhrenexperte
Patek Philippe Complications Ref. 5249R-001
- 43 mm
- Automatik
- 18 Karat Roségold
- 370.807 Euro
Ressence Type 11

Keine Uhr meiner Sammlung sorgt für mehr Reaktionen als diese kühl-moderne Ressence. Keine Krone, keine Zeiger – stattdessen wandert die Zeit über rotierende Scheiben durchs ständig wechselnde Zifferblatt. Die neueste Kreation von Benoît Mintiens besitzt erstmals ein vollständig eigenständiges Uhrwerk, während die Gangreserve mithilfe winziger Keramikkugeln angezeigt wird. —Alexander Stilcken, freier Journalist und Uhrenexperte
Ressence Type 11
- 41 mm
- Automatik
- Titan
- 30.500 Euro
Hublot Big Bang Reloaded Magic Gold

Die Big Bang ist seit ihrer Lancierung 2005 maßgeblich für den Erfolg von Hublot verantwortlich. In der neuen „Reloaded”-Kollektion wurde der Blick auf das Chronografenkaliber weiter geöffnet. Dezent geht anders – aber es gibt Tage, da will ich einfach kein Mann im grauen Anzug sein. Sondern lieber wie ein Dagobert Duck in Edelmetall baden. —Alexander Stilcken, freier Journalist und Uhrenexperte
Hublot Big Bang Reloaded Magic Gold
- 44 mm
- Automatik
- 18 Karat Magic Gold und Keramik
- 43.600 Euro
Piaget Swinging Pebble Sautoirs

Neben dem ultraflachen Kaliber 9P und der legendären Cuff Watch gehört die Uhr an der Halskette zu den großen Ikonen von Piaget. Besonders gefällt mir, wie ihr Design Sorglosigkeit und den Glamour der 70er-Jahre mitschwingen lässt. Ihre individuellen Maserungen machen jede der aus blauem Pietersit, braunem Tigerauge oder grünem Verdit gefertigten Pebbles zu einem Unikat. —Mira Wiesinger, freie Schmuck- und Uhrenjournalistin
Piaget Swinging Pebble Sautoirs aus Pietersit
- Quarz
- 18 Karat Weißgold
- Pietersit und Diamanten
- 89.500 Euro
Piaget Swinging Pebble Sautoirs aus Tigerauge
- Quarz
- 18 Karat Gelbgold
- Tigerauge
- 71.500 Euro
Piaget Swinging Pebble Sautoirs aus Verdit
- Quarz
- 18 Karat Roségold
- Verdit
- 71.500 Euro
Chopard L’Heure du Diamant

Die „L’Heure du Diamant” verbindet Uhrmacherkunst und Haute Joaillerie auf elegante Weise. Besonders reizvoll ist der Kontrast aus kissenförmiger Diamantlünette und tiefschwarzem Onyx-Zifferblatt. Mit Diamanten besetzte Indizes und Zeiger wirken überraschend puristisch. Auch technisch überzeugt die Uhr: Im Inneren arbeitet das Automatikwerk Chopard 09.01-C. —Mira Wiesinger, freie Schmuck- und Uhrenjournalistin
Chopard L’Heure du Diamant
- 30,5 mm
- Automatik
- 18 Karat Ethisches Weißgold und Diamanten
- 7490 Euro
Cartier Myst de Cartier

Ganz der Cartier-Tradition folgend, die Funktion der Form unterzuordnen, lebt die „Myst de Cartier” von grafischen Linien sowie dem Kontrast aus Schwarz und Diamanten. Die eigentliche Überraschung aber verbirgt sich im Inneren: Statt einer klassischen Schließe ermöglicht eine flexible Konstruktion aus Stahlfedern, die Schmuckuhr wie ein Armband einfach über die Hand zu streifen. —Mira Wiesinger, freie Schmuck- und Uhrenjournalistin
Cartier Myst de Cartier
- 19,7 × 15,4 mm
- Quarz
- 18 Karat Gelbgold und 681 Diamanten
- Zifferblattrahmen aus Onyx
- Preis auf Anfrage
Chanel Première Ruban Rouge

Die Première war 1987 Chanels erste Uhr – und steht seither weniger für Funktion als für die Codes des Hauses. Gehäuse und Kettenarmband zitieren den N°5-Flakon, den Place Vendôme und die ikonischen Taschenriemen. In Gelbgold, mit diamantbesetzter Krone, Sonnenschliff und rotem Satinband wird die neue „Première Ruban Rouge” für mich endgültig zur perfekten Schmuckuhr. —Mira Wiesinger, freie Schmuck- und Uhrenjournalistin
Chanel Première Ruban Rouge
- 19,7 x 15,2 x 7,5 mm
- Quarz
- 18 Karat Gelbgold
- 5800 Euro
Ulysse Nardin Super Freak

Der Super Freak ist für mich der Inbegriff uhrmacherischer Innovation. Zum 25. Geburtstag erscheint das erste Doppel-Tourbillon mit automatischem Aufzug und Karussell. 511 Uhrwerksteile, davon 498 ständig in Bewegung, dazu das weltweit kleinste Differenzial und ein nur knapp fünf Millimeter großes Kardansystem – der Blick auf das rotierende Werk ist pure Meditation. —Percy C. Schoeler, freier Journalist, Blogger und Uhrenexperte
Ulysse Nardin Super Freak
- 44 mm
- Automatikaufzug
- 18 Karat Weißgold
- limitiert auf 50 Stück
- 342.350 Euro
Parmigiani Fleurier Tonda PF Chronographe Mystérieux Mineral Blue

Mit der GMT Rattrapante wurde ich 2022 zum Parmigiani-Enthusiasten. Nun setzt die Marke ihrer Tonda-PF-Reihe die Krone auf: Drückt man den seitlichen Monopusher, wachsen dem Chronographe Mystérieux augenblicklich zwei zusätzliche, zuvor unter den Hauptzeigern verborgene Zeiger. Genial! —Percy C. Schoeler, freier Journalist, Blogger und Uhrenexperte
Parmigiani Fleurier Tonda PF Chronographe Mystérieux Mineral Blue
- 40 mm
- Automatik
- Edelstahl
- Platingehäuse
- 18 Karat rhodinierte Goldappliken
- 41.700 Euro
Rolex Cosmograph Daytona Rolesium

Die Daytona zählt seit Jahren zu meinen Lieblingsuhren – umso mehr hat mich Rolex 2026 mit dieser unerwartet frischen Neuinterpretation des Klassikers überrascht: Das Rolesium-Modell, das Edelstahl mit Platin kombiniert, kommt mit neu gestalteter Cerachrom-Lünette aus einer mit Wolfram angereicherten Keramik und Glasboden daher. Mein Highlight ist aber das weiße Emaille-Zifferblatt. —Percy C. Schoeler, freier Journalist, Blogger und Uhrenexperte
Rolex Cosmograph Daytona Rolesium
- 40 mm
- Automatik
- Stahl mit Platinlünette und -boden
- 55.700 Euro
Vacheron Constantin Overseas Dual Time Cardinal Points

Seit Vacheron 2019 den ersten Prototyp für Extrembergsteiger Cory Richards entwickelte, fasziniert mich der asymmetrische Look der Overseas Dual Time. Nach einer Limited Edition von 2021 wird das Modell nun endlich Teil der regulären Kollektion. Die vier „Cardinal Points”-Versionen sind den Himmelsrichtungen gewidmet – und machen die Wahl eines Favoriten mit ihren besonderen Zifferblättern alles andere als leicht. —Percy C. Schoeler, freier Journalist, Blogger und Uhrenexperte
Vacheron Constantin Overseas Dual Time Cardinal Points
- Automatik
- 41 mm
- Titan
- 40.300 Euro
Audemars Piguet Établisseurs Galets

Zugegeben: Im ersten Moment dachte ich, AP hätte sich hier etwas arg freimütig an Piagets „Black Tie”-Modellen aus den Siebzigern orientiert. Googeln Sie mal die Ref. 9231 N 4 – die Ähnlichkeit ist nicht abzustreiten. Dann erklärte mir CEO Ilaria Resta das Konzept hinter der neuen Établisseurs-Reihe, die unter Federführung externer Designer entstand. Dieser Input von außen soll den kreativen Puls bei Audemars Piguet lebendig halten. Eine ziemlich elegante Art zu zeigen, dass selbst Traditionshäuser ab und zu frischen Wind vertragen. —Sebastian Späth, Chefredakteur des Robb Report
Audemars Piguet Établisseurs Galets
- 31 mm
- Handaufzug
- 18 Karat Gelbgold
- Preis auf Anfrage
Rolex Oyster Perpetual 34

Als Rolex-Gründer Hans Wilsdorf 1926 das „Oyster”-Gehäuse erfand, war das eine Revolution: die erste vollständig wasserdichte Armbanduhr. Mit ihr begann die Erfolgsgeschichte von Rolex – und mit einer Rolex wiederum für viele die Leidenschaft für mechanische Uhren, so wie bei mir. Zum 100-jährigen Jubiläum präsentieren die Schweizer nun die Oyster Perpetual 34 in Everose-Gold mit Blue-Stone-Zifferblatt. Eine Uhr, die keinen Zweifel daran lässt, was Rolex seit einem Jahrhundert so erfolgreich macht: die perfekte Verbindung aus Form, Funktion und Mythos. —Sebastian Späth, Chefredakteur des Robb Report
Rolex Oyster Perpetual 34
- 34 mm
- Automatik
- 18 Karat Everose-Gold
- 36.750 Euro
Jaeger-LeCoultre Reverso Tribute

Sind wir uns einig, dass die Reverso die ultimative Dresswatch ist? Gut. Das erklärt, warum jeder, der etwas auf sich hält, den Wunsch hegt, eine zu besitzen. Doch bei Modellen jenseits der 100.000 Eurogrenze stoße ich zugegebenermaßen mit dieser Kausalkette an die Belastungsgrenze. Wie bei dieser auf zehn Stück limitierten Weißgoldversion mit einer Miniatur-Emaille-Reproduktion der „Wasserfälle von Aoigaoka” des japanischen Künstlers Katsushika Hokusai. Ist so eine Uhr vernünftig? Wahrscheinlich nicht. Aber seit wann ist Vernunft schon ein guter Kaufberater? —Sebastian Späth, Chefredakteur des Robb Report
Jaeger-LeCoultre Reverso Tribute
- 45,6 × 27,4 mm
- Handaufzug
- 18 Karat Weißgold
- limitiert auf 10 Stück
- Preis auf Anfrage
