Silhouette: Eine starke Vision

Das Brillenlabel Silhouette steht für ultraleichte Titangestelle – und unterstreicht seine Kompetenz nun mit einer Partnerschaft mit dem Guggenheim Museum Bilbao.
Text Anna Walter
Die neue Brillenkollektion ist von den Farben des Guggenheim Museums inspiriert.

Als Frank Gehry das Guggenheim Museum in Bilbao entwarf, fiel seine Wahl auf ein ungewöhnliches Material. Obwohl Titan extrem leicht und korrosionsbeständig ist, wird es im Bauwesen nur selten eingesetzt. Zu teuer ist die Beschaffung, zu schwierig die Verarbeitung. Gehry überwand die Herausforderungen, indem er 33.000 Titanplatten auf einer Unterkonstruktion aus Stahl befestigte und löste mit dem geschwungenen Gebäude den sogenannten Bilbao-Effekt aus, der die kriselnde Industriestadt in ein begehrtes Reiseziel verwandelte. Eine ähnliche Wirkung lasse sich auch durch Produktdesign erzielen, meint Michael Schmied, der die Brillenmarke Silhouette in dritter Generation führt. „Eine Brille verändert nicht nur, wie Menschen sehen, sondern auch, wie sie wahrgenommen werden.”

Eine Titanbrille, die nur zwei Gramm wiegt

Der Manufaktur aus Österreich gelang 1999 eine Innovation: die erste randlose Brille aus Titan. Revolutionär war vor allem ihr Gewicht, denn das Gestell der Titan Minimal Art wog nur zwei Gramm. Zum Vergleich: Das entspricht etwa zwei Büroklammern. Heute ist das Material längst zur Markenidentität der Österreicher geworden und führte nun zu einer dreijährigen Partnerschaft mit dem Guggenheim Museum in Bilbao, dem größten Titangebäude der Welt. Genau wie Gehrys Bauwerk werden alle Brillen schraubenlos montiert. Die neue Kollektion ist von der Fassade des Museums inspiriert, deren Farbe je nach Tageszeit und Lichteinfall changiert. „Wir möchten kein Werbeplakat sein, das jemand im Gesicht trägt”, sagt Michael Schmied über das puristische Design. Verständlich – das würde vermutlich auch zu viel wiegen.