Das Vermächtnis von Klaus-Michael Kühne

Klaus-Michael Kühne hat ein Leben gebraucht, um einen Weltkonzern zu erschaffen. Was zeichnet einen Unternehmer wirklich aus, der viel erreicht hat und dafür noch mehr kritisiert wurde?
Text Tim Gutke & Robert Kittel
Klaus-Michael Kühne erwarb das Interconti für 20 Millionen Euro und ließ auf der Anlage das Fontenay errichten.

Der Ort für ein Treffen könnte kaum besser gewählt sein. Milliardär, HSV-Mäzen und Hotelier Klaus-Michael Kühne lässt sich in einen Lounge Chair im Herzen seines Herzensprojekts fallen. Der Blick geht raus auf die Alster und zurück auf ein ereignisreiches Leben. Zwei Jahre länger als angekündigt hat die Eröffnung des Fontenay in Hamburg auf sich warten lassen – im März war es endlich so weit. Geblieben ist ein Meilenstein der hanseatischen Hotellerie und ein juristischer Streit mit dem Architekten. Da gibt es weit weniger intensive Investments für einen 81-jährigen Mann. Sollte man meinen, oder?

Mit Kühne und Nagel hat Klaus-Michael Kühne einen gewaltigen Logistikdienstleister erschaffen.

Herr Kühne, welches Investment befriedigt Sie nachhaltig?

Ich fördere seit 30 Jahren einen Maler. Er heißt Máro, Antonio Máro, er ist aus Peru, indianischer Abstammung und mit einer abenteuerlichen Lebensgeschichte. Er war Chirurg in Amerika und hat dann angefangen zu malen. Ich bin auf eines seiner Werke in der Schweiz gestoßen. Das habe ich dann gekauft und bin so persönlich mit ihm in Kontakt gekommen. Ein unheimlich produktiver Mensch, der 90 Jahre alt ist und immer noch viel schafft. Mir gefiel seine Kunst auf Anhieb, obgleich er kein Spitzenkünstler ist.

Weiß er das?

Dass er kein Spitzenmaler ist? Ich denke schon. Unter Spitzenkünstler verstehe ich jemanden, der einen hohen internationalen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Aber meiner Frau und mir gefällt seine Kunst sehr gut, und ich habe ihm sehr, sehr viele Bilder abgekauft. Die hängen in unseren Bürohäusern, meinen Hotels und bei mir privat.

Also auch im Fontenay?

Ja, auch hier. Es sind 15 Bilder, die jede Etage im Fahrstuhlbereich schmücken. Und in unserem Konferenzzentrum, da hängt eine größere Zahl. Also das ist schon etwas, worüber ich mich immer wieder freue. Die Malkunst ist dezent, abstrakt, nicht aufdringlich und nicht besonders extravagant, aber sehr dekorativ.

Eine Wertsteigerung interessiert Sie dabei nicht?

Nein. Also ich würde die Bilder ja nicht verkaufen, und ich glaube nicht, dass sie einen hohen Handelswert haben. Einige waren teuer, und ich weiß auch, dass er an Dritte manchmal sehr teuer verkauft, aber an einem Wertgewinn bin ich nicht interessiert.

Wenn ein Maler mit 90 Jahren noch so viel schafft und Sie mit 81 Jahren ein dynamischer Unternehmer sind, liegt der Gedanke nah: Leidenschaft hält jung.

Kann man wohl sagen. Es hält mich jung, immer in Bewegung zu sein, immer neue Ideen umzusetzen. Aber ich mache auch viel Sport, um fit zu bleiben, das sehe ich als guten Ausgleich zu der vielen Arbeit.

Jedes der 131 Zimmer hat dank einer Gesamtfensterfläche von 14.000 Quadratmetern Alsterblick.

Welchen Trend machen Sie nicht mehr mit? Digitalisierung?

Na klar, man muss alles mitmachen und muss alles ertragen.

Besitzen Sie ein Smartphone?

Ja sicher. Komische Frage.

Lesen Sie dort auch Ihre E­-Mails selbst?

Ja, ja, und ich habe auch ein iPad und einen PC. Ich bin sehr kommunikationsfreudig und informationshungrig, und deshalb gehört das für mich alles dazu. Ich bin aber technisch im Prinzip unbegabt. Klar, wenn ich Dinge lerne, kann ich damit auch umgehen, aber alles Weitere, die Exzesse der Digitalisierung, die sind mir ein bisschen fern.

Investieren Sie in Dinge, die Sie nicht verstehen?

Nein. Und bei den vielen neuen Investmentmöglichkeiten kenne ich mich nicht gut aus. Auch halte ich von dem Hype um Start­ups nicht so furchtbar viel. Aber: Das sind Dinge, die passen in die Zeit. Manches Gute entsteht auch daraus, und manches Neue – Innovationen sind wichtig für den Fortschritt, aber ich stehe auch manchen Entwicklungen kritisch gegenüber. Meiner Erfahrung nach wird da auch viel heiße Luft produziert, und Dinge werden aufgeblasen, die schnell wieder zerplatzen.

Mit dem Fontenay haben Sie sich in Hamburg ein Hotel­Denkmal gesetzt. Wollen Sie sich in der Hansestadt unsterblich machen?

Nein. Und offen gesagt war es nie meine erklärte Absicht, unternehmerisch ins Hotelgeschäft einzusteigen. Es muss 2012 gewesen sein, da wohnten meine Frau und ich oft im Intercontinental. Das war damals zwar nicht das beste Hotel, aber meine Frau liebte den Blick aufs Wasser, und ich bin immer im Alsterpark gejoggt. Irgendwie war das Haus für uns ein Fixpunkt. Ich bin vor über 40 Jahren in die Schweiz übergesiedelt, aber fast jeden Monat für ein paar Tage in Hamburg. Und so haben wir den Verfall dieses Hotels miterlebt. Auf einer Kreuzfahrt erhielt ich die Nachricht, dass das Hotel in die Zwangsversteigerung geht, und man fragte mich, ob wir mitbieten sollten. Und da ich einen Vorläufer auf Mallorca hatte, dachte ich: Warum nicht?

Im Jahr 2014 hat Klaus-Michael Kühne zum ersten Mal in den HSV investiert.

Der Vorläufer ist das Castell Son Claret. Auch ein Zufallsprodukt?

Denke schon. Ich besitze seit über 20 Jahren ein Haus auf Mallorca, und irgendwann sprach mich ein Bekannter an, der ein exklusives Hotelprojekt auf der Insel entwickeln wollte. Die Basis sollte ein verfallenes Herrenhaus sein. Er fragte mich, ob ich mich finanziell beteiligen möchte. Da dachte ich: warum nicht? Nachdem die Umbauarbeiten gerade erst begonnen hatten, fragte er mich, ob ich das Projekt nicht ganz übernehmen möchte. Am Ende hat dann alles vier Jahre gedauert, weil die Behörden uns furchtbare Schwierigkeiten machten. Aber das Castell Son Claret ist nun wunderschön geworden. Ein Blick über ein ganzes Tal, sehr viel Natur, am Fuß der Berge – und es ist eine wunderbare Architektenleistung.

Ein Mann mit Ihrer unternehmerischen Historie kommt zu solchen Projekten „zufällig“?

Wenn ich das so sage, klingt es auch für mich eigenartig. Ich wollte meine Hotelinteressen nach dem ersten Haus nicht erweitern. Ich wusste ja schon vom ersten Mal: Das kann ein langer Leidensweg werden. Und wurde es ja dann auch. Das Projekt Fontenay hat zwei Jahre länger gedauert, als es sollte, und wir wurden von vielen Rückschlägen und Problemen ausgebremst. Ich habe ja viele Interessen, eine große Stiftung, meine unternehmerischen Aktivitäten, und insoweit gehört solch ein Haus zum Spektrum meiner Gesamtinteressen dazu.

Ihre Frau liebt den Ort, Sie das Joggen an der Alster. Unternehmerisches Kalkül vs. Emotionalität. Was gab den Ausschlag?

Ja, wenn Sie so wollen, war mein Eintritt ins Hotelgeschäft rein emotional getrieben. Also, ich wusste, so ein Hotel ist mehr eine Art Hobby oder zumindest etwas, das am Rande mitläuft. Und wenn Sie so wollen: Ohne das Emotionale wäre ich auch nicht drangekommen. Das gilt für Mallorca, und das gilt ganz besonders hier für das Hamburger Objekt.

Betreiben Sie ein Leidenschaftsprojekt anders als ein reines Geschäft?

Ich denke, nicht. Alle meine Unternehmungen sind kompromisslos auf Qualität ausgerichtet. Ich mache keine halben Sachen. Wenn ich so etwas mache, dann muss es die beste Kategorie, das höchste Niveau, die oberste Schublade sein. Das haben wir uns auch für das Fontenay vorgenommen. Das ergibt dann nicht immer die höchste Wirtschaftlichkeit; im Gegenteil, es kostet viel Geld, aber wenn man es mit den richtigen Leuten und viel Hingabe gut macht, dann kann etwas Außergewöhnliches entstehen.

Mallorca hat sich in den letzten 20 Jahren zur Luxusdestination entwickelt. Mit dem Son Claret haben Sie Ihren Beitrag geleistet. Spüren Sie die Entwicklung?

Ja, stark sogar. Als wir nach Mallorca kamen, hatte ich etwas falsche Vorstellungen. Ich war nie zuvor auf der Insel gewesen, doch meine Frau schwärmte immer davon. Sie war oft dort und wollte mir die Insel zeigen. Durch einen Zufall haben wir dann schnell ein sehr schönes Haus gefunden und gekauft. Und von der Schweiz aus gab es damals schon sehr gute Flugverbindungen, und die Insel war und ist leicht zu erreichen. Da wir beide sonnenorientiert sind, wurde es Mallorca.

Ein weiteres Mal hat Ihre Frau die Weichen gestellt. Ist sie ein guter Businessberater oder …

… sie ist ein guter privater Berater. Aber ich versuche natürlich, ihr auch einige Wünsche zu erfüllen.

Halten Sie die Entwicklungen auf Mallorca für positiv?

Mallorca hat sich ständig verbessert. Dass man wegkommt vom Massentourismus und dem Saufgelage in Arenal, ist sicher positiv. Man muss beobachten, wie sich das weiterentwickelt. Wir sind in Port d’Andratx, dort gibt es nur zwei Hotels, keine Strände und nur schöne Häuser, die zu einem sehr hohen Anteil Deutschen gehören.

Werden Sie dort auf der Straße angesprochen?

Nein, kaum. Also hier in Hamburg schon. Vielleicht wegen des HSV. Und ich bin Hanseat, an der Küste kennt man sich.

Sie klingen auch hanseatisch. Vor 20 Jahren auf Mallorca ein Haus gekauft, dann eines der beste Hotels der Insel, die beste Adresse in Hamburg, vor dem Verfall gerettet, kostet ja nur 100 Millionen. Haben Sie eine Leidenschaft? Einen Traum?

Das sind alles schöne Objekte, aber ich bin ein nüchterner Mensch. Ich suche halt die Herausforderungen, ich muss etwas gestalten können, und das kann ich im Unternehmerischen am stärksten. Ich lebe also meinen Traum. Die Hotels sind eine schöne Sache, aber eben nur ein Mosaikstein in meinen allgemeinen Interessen. Natürlich, ich freue mich enorm, wenn man sieht, es hat sich gelohnt, es ist schön geworden, und es wird anerkannt. Wer viel bewegt, bekommt auch viel Kritik.

Ärgert Sie Kritik?

Ich bin hart im Nehmen. Wenn man mit Fußball so viel zu tun hat wie ich, dann wundert einen eh nichts mehr. Schön ist Kritik nicht, aber ich bin keiner, der unter ihr leidet. Ich kann gut einschätzen, wo ich im Leben stehe.

Sie haben alles erreicht und mit einem Vermögen von über zwölf Milliarden Euro mehr Geld, als je Sie ausgeben können. Warum tun Sie sich noch Großprojekte an?

Das maßgebliche Vermögen ist der Wert des Unternehmens, der sich nach dem Börsenkurs richtet. Sich auf die faule Haut zu legen ist eben nicht mein Ding, das schadet der Gesundheit. Bewegung ist in vielfältigen Beziehungen wichtig. Ich kann mich nicht in die Sonne setzen und sagen: Ja, ich habe es geschafft. Und dann? Das wäre das Ende. Ich brauche die ständige Bewegung. Und das ist ja auch ein Luxus, den ich mir erarbeitet habe: Ich darf auch mal scheitern, etwas ausprobieren. Klingt für mich verlockender, als untätig in der Sonne zu liegen. Und solange ich was gestalten kann, fit bin und meiner Umgebung nicht zu sehr auf die Nerven gehe, mache ich so weiter.

Womit können Sie Ihre Umgebung nerven?

Wenn es darum geht, unerledigte Vorgänge zu beschleunigen. Mich beschäftigt die eigene Logistik-Universität in Hamburg, wir betreiben Allergieforschung in der Schweiz und bauen in Davos ein Laborgebäude. Es dient der Grundlagenforschung für Allergien.

Ihr Großvater hat einst den Grundstein für alles gelegt. Betrübt Sie die Erkenntnis, das keine Erben, sondern eine Stiftung Ihr ganzes Vermögen erhalten wird?

Ja, manchmal. Natürlich wünscht man sich, dass alles im eigenen Sinne fortgeführt wird, und das geht am besten über Erben, doch andererseits gibt es auch keine Garantie, dass die eigenen Kinder es packen. Dafür gibt es genug Negativbeispiele. Ich glaube, wenn man ein Vermögen dieser Größenordnung erreicht hat, ist es bei einer Stiftung am besten aufgehoben. Man kann aber eben nichts über Generationen hinweg steuern.

Befriedigt Sie das Wissen, etwas geschaffen zu haben, was vielen Generationen nach Ihnen noch Lohn und Brot gibt?

Befriedigung einerseits, Angst andererseits. Die Frage bleibt: Wird das alles so Bestand haben? Die Welt wandelt sich. Wie sie in 30 Jahren aussieht, wissen wir nicht. Aber dass es zu enormen Veränderungen kommen wird, das wissen wir. Und ob dann das, was man geschaffen hat, da noch hineinpasst oder vom Tisch gefegt wird, weil es ganz andere Lebensformen oder Wirtschaftskriterien gibt, bleibt spannend. Ich gebe mich nicht der Illusion hin, etwas geschaffen zu haben, das in 300 Jahren noch genau so dastehen wird.

Ihre Entscheidungen betreffen viele Menschen. Ständig ist man Kritik ausgesetzt. Macht Macht einsam?

Sie macht besonnen. Leider sind beim Prozess des Erschaffens Rückschläge unvermeidbar, nur so entstehen Innovationen. Ich habe auch schwierige Zeiten erlebt, aber da habe ich mich durchgebissen und meine Erfahrungen gesammelt. Die Verantwortung für viele Menschen ist schon groß, und dessen muss man sich auch immer bewusst sein.

Haben Sie einen Ratschlag an die junge Generation von Unternehmern?

Kämpfen. Ich bin ein Kämpfer. Lebensbegleiter sagen mir nach, dass ich sehr hartnäckig bei der Verfolgung meiner Ziele sei und in Krisen bereit bin, mich mit aller Kraft herauszuziehen. Es kommen immer Momente, da denkt man: Was soll das eigentlich? Die Voraussetzungen sind zu schlecht, als dass man da weitermachen sollte, und genau an der Stelle entscheidet man sich für Erfolg oder Misserfolg.

Gibt es einen Rat, den Ihnen Ihr Vater mit auf den Weg gegeben hat?

Er hat mir vielfältige Ratschläge gegeben. Zum Beispiel, dass ich meine Energie in meine Kernkompetenz stecken sollte und nicht in andere Bereiche abgleiten darf.

An den Rat haben Sie sich aber nicht gehalten.

Stimmt, aber was unsere wirtschaftliche Basis betrifft, habe ich diesen Grundsatz beherzigt. Ich ermahne unsere Mitarbeiter auch regelmäßig: Bleibt bei dem, was wir können, und macht das besser. Nicht völlig neue Spielfelder öffnen.

So wie Ihr 100­-Millionen­-Engagement beim HSV?

Fußball ist halt etwas Irrationales. Ich habe immer nur auf den HSV gesetzt, von Kindesbeinen an. Als Schüler hatte ich oft einen Stehplatz am Rothenbaum, wenn der HSV da seine großen Spiele hatte. Und so bin ich HSV-Anhänger geworden und geblieben.

Wann waren Sie das letzte Mal im Stadion?

Ich gehe selten zu den Spielen, weil ich da oft angepöbelt werde. Für mich ist es eher anstrengend, und Aggressivität macht mich traurig. Daher sehe ich fast jedes HSV-Spiel im Fernsehen – ganz gleich, wo ich bin.

Was bedeutet der Abstieg des HSV für Sie?

Sagen wir mal so: Mein finanzielles Engagement ist vorerst für die Katz. Aber ein großer Teil meines Investments sind Beteiligungen an der AG, und die können noch mal was wert werden. Aktuell gibt es natürlich niemanden, der mir meine Anteile abkaufen würde, aber wenn der Verein eines Tages wieder in Form kommt und bessere Zeiten erlebt, dann ist das eine ganze Menge wert, so eine Beteiligung. Damit kann ich mich trösten.

Aber sicher nicht in der 3. Liga.

Na ja, so weit sind wir ja noch nicht. Aber nein, nicht in der 3., in der 2. und auch in der 1. erst, wenn man nachhaltig im oberen Drittel agiert. Aber das wird lange dauern. Ob ich das noch erlebe, weiß ich nicht.

Geld schießt Tore. Warum investieren Sie für den Erfolg nicht noch einmal im großen Stil? Wie Roman Abramowitsch mit 1,5 Milliarden Euro beim FC Chelsea oder Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan mit 1,2 Milliarden Euro bei Manchester City?

Es könnte sein, dass das funktioniert, aber das ist nicht meine Absicht. Außerdem will man das vereinsseitig nicht, sondern beharrt darauf, 75 Prozent der AG zu besitzen, die man auf diese Weise eindeutig dominiert. Und selbst wenn man diese 75-Prozent-Klausel fallen lassen würde, dann gäbe es noch eine 50-plus-1-Klausel, dann haben Minderheitsgesellschafter auch nicht viel zu sagen. So ist die Möglichkeit einer Einflussnahme, auch mit viel mehr Geld, als ich es je ausgeben würde, kaum da.

Verrennt man sich manchmal in ein Investment? Gedanke: Jetzt steckt man schon zu tief drin, da ist die nächste Überweisung auch noch egal.

Durchaus. Also, das ist bei mir der Fall gewesen. Ich hätte das in dem Umfang nie machen und rechtzeitig den Anker werfen sollen, so wie es im Unternehmen auch üblich ist, wenn man mal aufs falsche Pferd gesetzt hat. Aber beim HSV habe ich mich verrannt.

Was ist der größte Irrglaube in Bezug auf Geld?

Das man mit Geld alles erreichen kann.

Das klingt ja fast nach einem unerfüllten Wunsch.

Ein drittes Hotel, vielleicht. Nein.

Oder ein zweiter Verein?

Nein, also da fällt mir nichts ein. Es ist doch einfach: Man gewinnt mit Geld starken Einfluss und kann vieles steuern, doch im Leben gehören andere Komponenten dazu, um erfolgreich zu sein und zu bleiben.

Sie hätten einen Anruf frei, wen würden Sie anrufen?

Meine Frau natürlich.