Diese Luxushotels sind am Wasser gebaut
Chiemgauhof Lakeside Retreat

Chiemsee, 10 Meter vom Wasser entfernt
Bayern hat vieles zu bieten, aber kein Meer. Man kann es den Einheimischen also nicht verübeln, dass sie den Chiemsee als „Bayerisches Meer“ bezeichnen. Immerhin: Es handelt sich um den drittgrößten See des Landes. An dessen Ufer hat vergangenes Jahr der Chiemgauhof eröffnet. Der Entwurf stammt von Matteo Thun. Seiner Philosophie treu bleibend, hat der Südtiroler Stararchitekt beim Bau großen Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Viele Materialien des Vorgängerhotels wurden recycelt und Holz aus der Umgebung verarbeitet. Die Nähe zur Natur spiegelt sich auch in den breiten Fensterfronten: Alle 28 Suiten haben Seesicht. Die Gäste laufen über handgewebte Teppiche von Jan Kath, die Kacheln an den Kaminöfen stammen von der Inseltöpferei Klampfleuthner. Aus den japanischen Badewannen aus Lärchenholz kann man dabei zuschauen, wie die Sonne hinter dem See versinkt. Noch schöner geht das vom eigenen Steg. Jeden Abend läutet ein Gong die blaue Stunde ein. Hinter dem Hotel stehen Ursula Schelle-Müller und Dieter Müller, die Gründer des Achentals, des Kitzhofs und der Hotelkette Motel One – ein Erfolgsteam. Die Chiemsee Royal Suite kostet ab 1190 Euro die Nacht.
Severin*s Resort & Spa

Sylt, 200 Meter vom Wasser entfernt
Für Spaziergänger ist es selbst im Winter ein gewohntes Bild: Gäste, in Bademäntel gehüllt, pilgern zwischen Resort und Wattenmeer. Unter dem größten zusammenhängenden Reetdach Europas steckt nicht nur eines der besten Hotels Sylts, sondern auch ein 2000 Quadratmeter großes Spa mit Themensaunen und Hamam. Letzteres ist das einzig Orientalische, ansonsten ist das Severin*s ein echtes Inselkind: von der Friesenarchitektur bis zu den Zimmern, Suiten und Apartments im Landhausstil. Neu lenkt Max Westphal als General Manager die Geschicke des Hauses. Stammgäste müssen sich trotzdem nicht sorgen, dass jetzt alles anders wird – und eine frische Brise weht auf Sylt ja sowieso immer. Derzeit wird ein zweites Haus am Tegernsee gebaut – bis es so weit ist, muss man sich jedoch noch etwas gedulden: Die Eröffnung ist für nächstes Jahr geplant. Die Family Suite kostet ab 2500 Euro die Nacht.
Brenners Park-Hotel & Spa

Baden-Baden, 12 Meter vom Wasser entfernt
Nach zwei Jahren Renovierung hat das legendäre Grandhotel in Baden-Baden seine Türen wieder geöffnet. Hinter den Kulissen wurde Tabula rasa gemacht. Es wurden neue Fenster, Leitungen, Belüftungsschächte und ein Personallift eingebaut. Das Interior-Design von Bergit Gräfin Douglas, ein Mitglied der Oetker-Familie, ist aber gewohnt stilvoll: Tapeten und Stoffe von Pierre Frey oder Colefax & Fowler zieren die 79 Zimmer und Suiten, an den Wänden hängen alte Meister neben zeitgenössischen Werken – eine wunderbare Mischung. Gekrönte Häupter, Adelige und Prominente schwingen sich seit Anbeginn durch die Drehtür, Frank Sinatra schwärmte: „Wohin man auch geht, das Brenners ist das Beste.“ Hinter dem Belle-Époque-Gebäude fließt die Oos – wenn die Gäste im Garten im Liegestuhl dösen, lauschen sie dem Plätschern des Bachs. Natürlich könnte man stattdessen in einer der vielen Heilquellen baden oder sein Glück im Casino zum Duell herausfordern, aber dann müsste man sich aus diesem wunderbaren Refugium herausbewegen. Und das möchte man nun wirklich nicht. Die Royal Garden Suite kostet ab 8500 Euro die Nacht.
Bleiche Resort & Spa

Spreewald, 5 Meter vom Wasser entfernt
Allein dieser Anblick! Fährmänner navigieren alte Holzkähne durch die Fließe des UNESCO-Biosphärenreservats Spreewald. Vorbei an Blockhäusern, Auen, Störchen und Bibern. Bis sie Halt machen an der hoteleigenen Anlegestelle. Natürlich könnte man auch schnöde mit dem Auto vorfahren, macht nur nicht so viel Spaß. Der Name des Resorts rührt aus dem Jahr 1750: Damals verfügte Preußenkönig Friedrich II., dass seine Hemden und die der Offiziere hier gebleicht werden sollten. Die Stoffe wurden auf der Wiese platziert, mit dem Wasser der Spree befeuchtet und die Sonne tat ihr Übriges. Wasser spielt noch immer eine zentrale Rolle in diesem Wellnesshotel. Überall sprudeln Brunnen, das Badehaus im Spreewälder Stil beherbergt drei Pools. Überhaupt geht es urig zu in dem Landhaus. Viel Holz, antike Möbel, Sitzecken zum Lesen und Werke aus der privaten Kunstsammlung der Inhaberfamilie machen die Bleiche zu einem Zuhause auf Zeit. Die Spa-Suite kostet ab 2230 Euro die Nacht.
The Fontenay

Hamburg, 140 Meter vom Wasser entfernt
Hier kann man nicht nur einchecken, sondern auch einschiffen: Das The Fontenay verfügt über eine „Europa 2-Suite“, die im Stil des Luxuskreuzers von Hapag-Lloyd gehalten ist. Gilt Hamburg mit seinem Hafen doch als Tor zur Welt. Gut, bis zum Meer sind es ein paar Kilometer, aber das lichtdurchflutete, organisch geschwungene Haus vermittelt das Gefühl, sich auf einem Dampfer zu befinden. Es ist so gebaut, dass sämtliche Zimmer und Suiten nach außen liegen, von vielen geht der Blick auf die Außenalster. Auf die schauen die Gäste auch vom Infinity-Pool im sechsten Stock und vom Zweisternerestaurant Lakeside, in dem Julian Stowasser kocht. Das Fünfsternehotel ist quasi ein Geschenk von Klaus-Michael Kühne an seine Heimatstadt, der Logistikmilliardär unterstützt auch den lokalen Fußballverein HSV. Seit vielen Jahren leben er und seine Frau in der Schweiz, insofern ist vielleicht auch etwas Eigennutz dabei – hat er mit dem The Fontenay doch stets eine standesgemäße Bleibe, wenn er auf Heimatbesuch ist. Die Fontenay Suite kostet ab 9000 Euro die Nacht.
Althof Seehotel Überfahrt

Rottach-Egern, 5 Meter vom Wasser entfernt
In diesem Hotel ist es eine Glaubensfrage: schlemmen oder schwimmen? Wartet das Haus doch mit fünf ausgezeichneten Restaurants auf, hinter dem sternegekrönten Überfahrt steht Cornelia Fischer, die zwei Jahre lang Sous-Chefin von Andreas Caminada in der Schweiz war. Bis April lädt sie mit hochkarätigen Gastköchen zu Vierhand- und Sechshandmenüs. Zugleich lockt der Tegernsee vor der Haustür. Empfehlung: Erst eine Runde drehen und das Immunsystem boosten, dann die weggeschwommenen Kalorien wieder auffüllen. Das Althof Seehotel Überfahrt hat eine lange Geschichte: 1873 von Josef Höß eröffnet, gaben die Fährschiffer ihm seinen Namen. Bei all den Modernisierungen, die das „Elegant Nature Hotel“ im Laufe der Jahrzehnte durchlaufen hat, ist eine Tradition erhalten geblieben: Ein Ruderer setzt die Gäste immer noch von der Anlegestelle des Hotels ans Ufer der Egerner Bucht über. Die Signature Suite kostet ab 8500 Euro die Nacht.
Weissenhaus Private Nature Luxury Resort

Ostsee, Wangels, 500 Meter vom Wasser entfernt
Zugegeben: Die 500 Meter zum Wasser ist nur eine Zahl von vielen. Zwar befindet sich das Hauptgebäude in einem Schloss, das nur einen halben Kilometer vom Naturstrand an der Hohwachter Bucht entfernt liegt, zum Anwesen des Weissenhaus Private Nature Luxury Resort gehören aber auch noch 40 denkmalgeschützte Nebengebäude. Anfang des 17. Jahrhunderts war das Gut im Besitz der Adelsfamilie Pogwisch, im Jahr 2005 erwarb es Jan Henric Buettner, Mitbegründer von AOL. Mehr als 70 Millionen Euro hat der Hamburger Unternehmer in den Umbau gesteckt, 2014 hat es nach neun Jahren Renovierung als Luxusresort eröffnet. Die Villen und Suiten liegen verstreut über die 75 Hektar große Parkanlage, eine Lindenallee führt zur Ostsee und zum Restaurant Bootshaus. Jede Menge Wasser gibt es auch im Hotel selbst: im preisgekrönten Spa oder im Dorfteich. Die Signature Suite kostet ab 1530 Euro die Nacht.
Seesteg

Norderney, 40 Meter vom Wasser entfernt
Lassen Sie nachts die Fenster offen und lauschen Sie den Wellen – eine bessere Einschlafhilfe als jeder Podcast. Vor mehr als 100 Jahren als Lagerhalle erbaut, verwandelten Architekt Marc Brune und Hotelier Jens Brune das Backsteingebäude, in dem einst Strandkörbe und die Holzbohlen der Seebrücke überwinterten, in ein Fünfsternehotel, das zur Vereinigung Relais & Châteaux gehört. Ein neu geschaffenes Staffelgeschoss aus Eiche, Bronze und Glas bildet einen spannenden Kontrast zum historischen Gebäude, gekrönt wird es von einem 20 Meter langen Rooftop-Pool, von dem aus man nachts die Sterne beobachten kann. Materialien wie Kalkstein, Leinen, Seide und Eiche sind eine Hommage an die raue Natur Norderneys. 2024 erweiterten die Brüder das Hotel Seesteg um das Grand Penthouse und das Grand Loft (beide mit eigener Sauna), sodass das Haus nun über 18 Suiten und Studios verfügt. Klar ist: Wenn der Name Relais & Châteaux auftaucht, ist eine ausgezeichnete Küche nicht weit. So auch hier. Das Restaurant ist das einzige der Nordseeinsel, das mit einem Michelin-Stern dekoriert ist. Das Grand Penthouse kostet ab 1350 Euro die Nacht.
