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Der perfekte Tag – im Takte der Zeit

Ein Besuch im Neuenburgerland ist immer auch eine Reise in die Geschichte der Uhrmacherei. Diesen ganz besonderen Tag wird kein Uhrenliebhaber jemals vergessen. 
Von den Seepavillons des Hôtel Palafitte blickt man auf ein Alpenpanorama.

Wer eintauchen will in die faszinierende Welt der Uhrmacherei, der sollte früh aufstehen. Das gemütliche Bett in den großzügigen Seepavillons des Hôtel Palafitte macht das zugegebenermaßen nicht gerade leicht. Doch der Blick von der eigenen Terrasse aus auf die über dem gegenüberliegende Alpenpanorama aufgehende Sonne entschädigt. Und spätestens nach einem kurzen Bad im Neuenburgersee ist man dann auch schnell fit genug für diesen erlebnisreichen Tag. Es geht direkt hoch hinauf. Ins weltbekannte Uhrmacher-Städtchen La Chaux-de-Fonds. Beim Besuch des Internationalen Uhrenmuseum begibt man sich auf eine Zeitreise durch die Jahrhunderte. Angefangen von frühen Sonnenuhren, über prachtvolle Taschenuhren und innovative Armbanduhren bis hin zur Atomuhr erlebt man hier die Evolution der Zeitmessung, von ihren Anfängen bis hin zur Gegenwart, hautnah.  

Das größte Uhrenmuseum der Welt

Im Internationalen Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds sind rund 4000 Exponate ausgestellt.

Von der Rolex Uhr für Tiefseetaucher bis hin zur Swatch, rund 4000 Exponate sind im größten auf Uhren spezialisierten Museum der Welt ausgestellt und warten darauf, in aller Ruhe entdeckt zu werden. Ob nun Uhren im Wandel der Zeit, die verschiedenen Stile durch die Jahrhunderte, Geschichten, rund um die einzelnen Exemplare oder das Verhältnis von Mensch und Zeit, auf einer Führung erhält selbst der versierteste Uhrenfan noch einmal ganz neue Einblicke. Eine Smartphone-App informiert dabei über alle weiteren Details. Doch Vorsicht: auch wenn hier eine Uhr neben der anderen ihre oftmals ganz eigene Zeit anzeigt, lohnt ein Blick aufs Handgelenk. Denn beim Besuch des Musée International d’horlogerie kann man sonst leicht die Zeit vergessen. Schließlich gibt es noch so viel mehr zu entdecken. 

Wie eng die Geschichte von La Chaux-de-Fonds mit der Uhrmacherei verwoben ist, das kann man anschließend bei einem Rundgang durch die größte Stadt im Neuenburgerland erfahren. Die schachbrettartige Anordnung macht die auf 1000 Metern gelegene Stadt in jeder Form außergewöhnlich. Ein Umstand, der sie heute zum UNESCO Welterbe macht. Bei der rund zweistündigen Führung erhält man Einblicke in die Entwicklung der von und für Uhrmacher gebauten Stadt. Die besondere Planung in Süd-Ost-Ausrichtung orientierte sich einst strikt an den Bedürfnissen der Uhrenindustrie. Denn Uhrmacher brauchen viel Licht. Durch die Hanglage und den exakt berechneten Abstand der Häuserzeilen zueinander, ist dies selbst in den Wintermonaten gewährleistet. Einer der bekanntesten Söhne der Stadt übrigens ist der weltberühmte Architekt Le Corbusier. Auch sein Einfluss auf die Bauwerke der heute gut 36.000 Einwohner zählenden Gemeinde ist bis heute überall zu spüren.

Manufakturbesuch bei Zenith

Die Führung durch die Zenith Manufaktur bietet Einblicke in Geschichte und Herstellungsprozesse.

Sein erstes monumentales Bauwerk thront dabei, nur ein paar Kilometer entfernt, im Städtchen Le Locle, hoch über dem Werksgelände des Uhrenherstellers Zenith. Vor dem Besuch der bekannten Manufaktur allerdings wartet noch ein weiterer Programmpunkt. Ein wenig außerhalb La Chaux-de-Fonds, gelegen inmitten grüner Wiesen, heißt das „La Ferme des Brandt“ seine Gäste willkommen. Auf einem für diese Gegend so typischen Höfe aus dem 17. Jahrhundert, lassen sich heute in urigem Ambiente Spezialitäten wie Foie Gras, gegrillter Zander oder Flank Steak vom Kalb genießen. Auch das traditionelle Käsefondue darf auf der Karte natürlich nicht fehlen. Ein Blick auf die eng beieinander liegenden, in Richtung Süd-Osten ausgerichteten Fenster macht dabei schnell klar: auch hier gingen einst Uhrmacher ihrem Tagwerk nach.

Viel über die heutige, moderne Armbanduhrenproduktion erfährt man auf seiner Tour durch die Fabrik von Zenith. Georges Favre-Jacot, der die Marke 1865 gründete, bündelte die verschiedenen Handwerke unter einem Dach und ging so für damals ganz und gar neue Wege in der Uhrmacherei. Die dreistündige Führung bietet tiefe Einblicke in die einzelnen Herstellungsprozesse, aber auch in die bewegende Geschichte der Manufaktur, etwa in den Zeiten der existenzbedrohenden Quarzkrise der 1970er Jahre, als ein Angestellter eigenmächtig die vermeintlich nicht länger benötigten Werkteile zur Herstellung der mechanischen Uhrwerke auf dem Dachboden versteckte - und so der Manufaktur einige Jahre später ihre Zukunft sicherte.

Eine Uhr selbst zusammenbauen

Eine mechanische Armbanduhr einmal höchst selbst zusammenzubauen, diese spannende Herausforderung wird schließlich im Uhrmacherkurs „Die Lehrlinge der Zeit“ Realität. Die einzigartige Möglichkeit, jenes feine Handwerk mit eigenen Händen hautnah zu erleben und dabei seine eigenen Uhrmacherfähigkeiten unter Beweis zu stellen, ist sicherlich ein Höhepunkt des Besuches im Neuenburgerland. Unter fachmännischer Anleitung erfahrener Uhrmacher hat man so die Möglichkeit, mit Hilfe von Lupe, Pinzette und Schraubendrehern, die winzigen Rädchen und Schräubchen einer Uhr zum Leben zu erwecken. Auf diese Weise entsteht mit viel Geduld und ruhiger Hand die eigene Uhr, die anschließend sogar mit nach Hause genommen werden darf.

Wieder zurück im Hôtel Palafitte, färbt die untergehende Sonne das Bergpanorama nach und nach in immer unwirklicher erscheinende Farben. Das Restaurant des Fünf-Sterne-Hotels verwöhnt dabei mit regionalen Produkten und erlesenen Weinen. Ein perfekter Tag geht zu Ende, ganz im Takte der Zeit. Diese Reise ist definitiv ein unvergessliches Erlebnis für alle Uhrenliebhaber.

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