Diese Manufaktur macht Espressomaschinen zum Unikat
Australien ist eine Kaffee-Nation – hier wurde der Flat White erfunden und Jack Simpson, der amtierende Barista-Weltmeister, kommt ebenfalls aus Down Under. Melbourne gilt auf dem Kontinent als die Hochburg der Kaffeekultur, dort prägen exklusive Röstereien und Cafébars das Stadtbild – große Ketten sucht man dort nahezu vergeblich. Daniel Schonknecht ist Teil dieser Bewegung. Der Möbeldesigner fand hier den perfekten Nährboden und eröffnete seine Manufaktur Specht eben auch deshalb in Williamstown, einem Stadtteil von Melbourne. Schonknecht gestaltet individuelle Siebträgermaschinen. Durch handgefertigte Details wertet er sie auf und personalisiert sie, macht sie so zu Unikaten.



Alles begann vor zehn Jahren. Schonknecht bastelte hobbymäßig an handelsüblichen Geräten, weil ihm deren Verarbeitung und Design zu unscheinbar erschienen. Also nahm er die Sache selbst in die Hand. Inzwischen hat er sein Handwerk so perfektioniert, dass er kaum etwas an Siebträgermaschinen nicht individualisieren kann. Ob Lederbezüge, außergewöhnliche Materialien oder die wildesten Formen – seine Kunden aus aller Welt können ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Entscheidend ist lediglich das nötige Kleingeld.
Als Basis dienen Maschinen der Marken Slayer, Kees van der Westen, La Marzocco, Victoria Arduino und Rocket. Ein Unikat nach Kundenwunsch dauert je nach Aufwand bis zu 16 Wochen. Specht hat aber auch einige Standardmodelle im Sortiment. Ganz neu ist die Icon, basierend auf der Linea Mini R von La Marzocco. Dieser Klassiker mit Doppelkessel wird bei Specht mit Walnussholz versehen. Dampf- und Heißwasserdüsen, Tassenablage, die Kappen der Dampfregler, die Einfassungen der Manometer und die Füße erhalten eine Veredelung mit 23-karätigem Gold. Der Preis: 11.100 Euro.
