Salone del Mobile 2026: Diese Neuheiten haben uns in Mailand begeistert
Salone del Mobile 2026: Die spannendsten Neuheiten
Seit seiner Gründung im Jahr 1961 hat sich der Salone del Mobile in Mailand von einer lokalen Möbelmesse zu einem Treffpunkt der globalen Kreativszene entwickelt. Jedes Jahr versammeln sich dort Architekten, Designer und Stylisten, um zu sehen, wie wir in Zukunft wohnen werden. In den letzten Jahren sind immer mehr Modehäuser dazugekommen, die den Fuorisalone dazu nutzen, ihre Marken mit Ausstellungen erlebbar zu machen. Als Trendmaterialien haben sich auf der diesjährigen Designwoche vor allem Glas, Stein und haptische Textilien abgezeichnet. Bei vielen Designern konnte man außerdem eine klare Rückbesinnung zur Natur und Handwerkskunst erkennen, was man wohl als Gegenentwurf zur künstlichen Intelligenz interpretieren kann. Welche Neuheiten und Installationen uns im April 2026 besonders begeistert haben, zeigen wir Ihnen hier.
Gaggenau

In der Villa Necchi Campiglio erschuf Gaggenau mit der Installation „Presence“ einen Ort der Kontemplation. Das Highlight: Ein Backofen der neuen Serie „Expressive”, der wie ein Kunstwerk auf einer Treppe aus massivem Travertin inszeniert wurde. Die raue, natürliche Textur des Steins bildete dabei einen spannenden Kontrast zum Hightech-Charakter des Geräts.
Garpa

Dass Innen- und Außenräume mittlerweile fließend ineinander übergehen, bewies der Outdoor-Spezialist Garpa mit der neuen „Arcus” Bank. Die geschwungene Bank aus Holz und Stein bricht mit der starren Geometrie klassischer Gartenmöbel. Ihre Silhouette wirkt organisch, fast wie von der Natur geformt, und fungiert als elegante Skulptur im Grünen.
Occhio

Mit der Serie „Era“ hebt Occhio Beleuchtung auf ein neues Niveau. Die Glaskörper der mobilen Leuchten werden aus einem massiven Block gefräst und poliert, was dem Licht eine Brillanz gibt, die man sonst nur von geschliffenen Edelsteinen kennt. Besonders die „Era lusso” zeigt mit einem feinen Mesh-Geflecht, wie Licht durch Textur gefiltert werden kann. Gesteuert werden beide Lichtobjekte berührungslos per Geste.
Gucci

Unter der kreativen Leitung des neuen Chefdesigners Demna Gvasalia kuratierte Gucci in Mailand die Ausstellung „Memoria”. Die Installation zeichnete die 105-jährige Geschichte des italienischen Modehauses durch opulente Wandteppiche nach. Ergänzt wurden die Textilien von einem blühenden Garten, der von den ikonischen Flora-Motiven der Marke inspiriert war.
Louis Vuitton

Im Palazzo Serbelloni feierte Louis Vuitton das Handwerk als Brücke zwischen den Epochen. Die neuesten „Objets Nomades” reflektieren den Geist des Art Déco, interpretiert durch moderne Designer. Die Kollektion spielt mit Geometrie und Leder-Intarsien, die sowohl an das Erbe der Kofferherstellung als auch an futuristische Skulpturen erinnern.
Miele

Auf der EuroCucina 2026 präsentierte Miele ein Küchenkonzept, das sich dem Lebensrhythmus seiner Nutzer anpasst. Die gezeigten Produktinnovationen übersetzen diesen Ansatz in den Alltag: Besonders spannend war etwa die neue Dampfgarschublade. Ein Gerät, das optisch fast vollständig in der Front verschwindet und dennoch die kulinarische Präzision der Profiküche in den privaten Haushalt bringt. Die Schublade ist die Antwort auf den Trend zur „Silent Kitchen“, in der die Technik erst dann in Erscheinung tritt, wenn sie gebraucht wird.
SieMatic

In der Stilwelt „Pure” zelebrierte SieMatic die Kunst der Reduktion. Das Herzstück: Ein schwebend anmutendes Sideboard, dessen Leichtigkeit durch die indirekte Beleuchtung der Regalböden betont wurde. Den imposanten Gegenpol bildete eine skulpturale Kücheninsel, die aus zwei übereinander gelagerten Elementen bestand. Natürliche Materialien, warme Farbtöne und sanfte Lichtkonzepte erzeugten zusätzlich ein Gefühl der Ruhe.
