Tudor bringt die Northflag zurück

Seit ihrer Einführung verkörpert die Northflag den Abenteuer- und Pioniergeist von Tudor. Nun lanciert die Manufaktur eine Neuauflage der Uhr – mit GMT-Funktion und Zertifizierung als Master Chronometer.
Inspirationsquelle: Die Northflag erinnert an Expeditionsuhren der 1970er-Jahre.

Als Tudor die Northflag 2015 auf der Baselworld vorstellte, polarisierte das Modell die Uhrenwelt. Während die meisten Marken Vintage-Uhren präsentierten, setzte diese Uhr auf ein kantiges, fast futuristisches Toolwatch-Design. Weil die Verkaufszahlen überschaubar blieben, stellte Tudor die Produktion nach sechs Jahren wieder ein. Genau das machte sie im Nachhinein so begehrt: Als Tudor-Fans bemerkten, wie selten und ungewöhnlich das Modell im Vergleich zur allgegenwärtigen Black Bay ist, zog die Nachfrage auf dem Sekundärmarkt an. Aus dem einstigen Außenseiter wurde ein gesuchter Geheimtipp. Nun bringt die Genfer Manufaktur die Northflag in einer überarbeiteten Version zurück.

Die Rolle der Northflag: Meilenstein für Tudor

Für die Geschichte der Marke Tudor spielt die Northflag eine zentrale Rolle. Sie war das erste Modell des Hauses, das von einem eigens entwickelten Manufakturkaliber angetrieben wurde – dem Kaliber MT5621. Bis dahin bezog Tudor seine Werke von Zulieferern wie der ETA. Mit 70 Stunden Gangreserve, einer amagnetischen Siliziumfeder und COSC-Zertifizierung bewies die Uhr damals neue technische Ambitionen. Passend zu diesem Debüt erhielt sie als erste Tudor überhaupt einen Saphirglasboden, der den Blick auf das mechanische Innenleben freigab.

Eigenständiger Charakter statt Taucheruhr

Die Neuauflage präsentiert sich mit satiniertem Edelstahlgehäuse und schwarzem Zifferblatt. Kostenpunkt: 4990 Euro.

Im Sortiment von Tudor nimmt die Northflag seit jeher eine Sonderstellung ein. Während die Bestseller der Marke fast durchweg klassische Taucher- und Chronographen-Designs zitieren, orientiert sich die Northflag an Expeditionsuhren der 1970er-Jahre. Ihr Look ist bewusst industriell gehalten. Charakteristisch sind die integrierten Bandanstöße, die doppelte Lünette aus gebürstetem Edelstahl und matter Keramik sowie das mattschwarze Zifferblatt mit den markanten gelben Akzenten für Zeiger und Gangreserveanzeige.

Was ist neu an der Tudor Northflag?

Die überarbeitete Version enthält einige Verbesserungen: Das Gehäuse ist spürbar flacher und trägt sich dank überarbeiteter Bandanstöße deutlich komfortabler, während die Schließe nun die praktische T-Fit-Schnellverstellung bietet. Die größte Neuerung findet man jedoch im Inneren: Tudor verpasst dem Modell eine GMT-Funktion zur Anzeige einer zweiten Zeitzone über einen zusätzlichen 24-Stunden-Zeiger. Angetrieben wird die Uhr von einem zertifizierten Master-Chronometer-Kaliber, das Präzision mit Magnetfeldschutz vereint.