IWC greift nach den Sternen

Mit der Pilot’s Venturer Vertical Drive hat IWC die erste mechanische Armbanduhr nach Vorgaben von Astronauten entwickelt. Erfolg soll sie aber auch auf Erden haben.
Text Alexander Stilcken
Mit 44,3 Millimetern im Durchmesser und einer Höhe von 16,7 Millimetern kann die Pilot’s Venturer Vertical Drive auch über dem Raumanzug getragen werden. Ihr Preis: 28.600 Euro.

Vierhundert Kilometer über unseren Köpfen präsentiert sich die Welt anders. Astronauten erleben bis zu 16 Sonnenauf- und -untergänge in 24 Stunden. Um dabei das Gefühl für Zeit und Heimat nicht zu verlieren, hat IWC seine erste weltraumfähige Uhr mit einer GMT-Funktion ausgestattet – also der Darstellung einer zweiten Zeitzone. Die Pilot’s Venturer Vertical Drive entstand in enger Zusammenarbeit mit Astronauten von Vast Space. Das kalifornische Start-up will dabei sein, wenn die Erforschung des Weltalls ihre nächste Stufe zündet. Das Ziel: nicht nur hoch hinauskommen – sondern auch dort oben bleiben.

Astronautenuhr aus weißer Keramik

Das Vast-Team entwickelt dafür Weltraummodule, durch die künftige All-Reisende mit Uhren aus Schaffhausen schweben sollen. Der Zeitmesser aus weißer Keramik und Ceratanium verzichtet auf alle vertrauten IWC-Designcodes. Statt über die Krone wird die Uhr über einen Schieber auf der linken Gehäuseseite sowie eine drehbare Lünette gesteuert. Was futuristisch aussieht, ist pragmatisch gedacht: Wo keine Krone ist, kann auch nichts versehentlich hängen bleiben. All jene, die es – zumindest vorerst – noch nicht ins All schaffen, tragen die Uhr als irdisches Statement: als unbedingten Willen, immer wieder nach den Sternen zu greifen.