Das beste Material - Spahirglas

Nein, nicht Diamanten, sondern Saphirglas. Das Material der Stunde ist mindestens ebenso heikel zu bearbeiten, aber vor allem: Es lässt komplizierte Mechanik des 21. Jahrhunderts erst so richtig zur Geltung kommen.
Astronomia Tourbillon Black Ceramic

Jacob & Co

Zu den Uhrwerken, die es Wert sind, in Saphirglas eingeschalt zu werden, zählt ganz sicher dieses: Das Gehäuse aus Keramik und Saphirglas gleicht einem Panoptikum, das den Blick auf ein Miniuniversum frei gibt. Die Stunden und Minutenanzeige rotiert ebenso wie das Tourbillon im Zehn-Minuten-Takt um die Zentralachse, während sich ein einkarätiger Diamandmond und ein mit Magnesium beschichteter Globus in 30 Sekunden um eine weitere Achse drehen. Im Hintergrund schimmert derweil schwarzer Aventurin. 463 000 Euro, jacobandco.com​

Tourbillon Saphir Gérald Genta Special Edition

Bulgari

Genau ein Modell dieser 30-teiligen Serie ist weltweit noch erhältlich, bei der seitlich sichtbare Superluminova-Säulen die Stundenindizes markieren und dieser späten Gérald-Genta-Kreation einen Steampunk-Look verleihen. Bulgari akquirierte die Marke Genta im Jahr 2000 und feierte in diesem Frühjahr das 50. Jubiläum der Firma, die der wohl bekannteste Designer der Nachkriegsuhrengeschichte leider nie aus eigener Kraft zum Erfolg brachte. Bulgari führt das Designerbe hingegen erfolgreich ins 21. Jahrhundert. 217 000 Euro, bulgari.com

Quasar

Girard-Perregaux

Der neue Mehrmarken-CEO Patrick Pruniaux ist neben seiner Verantwortung für Ulysse Nardin auf einer neuen Mission: Die 228 Jahre alte Manufaktur Girard-Perregaux zu erneuern stellte sich schon für den Vorgänger Antonio Calce als keine leichte Aufgabe dar. Diese in Miami vorgestellte 45 Millimeter Uhr ist ein gutes Beispiel der neuen Richtung: Das 135 Jahre existierende Konzept des Drei-Brücken-Uhrwerks (hier umgesetzt in PVD-beschichteten Titanvarianten als Neo-Tourbillon) komplett in Saphirglas einzuhausen ist eine Premiere im Haus und gibt der Uhr einen modernen Twist. Wir drücken dem Mann, der schon an der Lancierung von Apples Smartwatch erfolgreich mitwirkte, die Daumen! 195 000 Euro, girard-perregaux.com

BR-X1 Skeleton Tourbillon Sapphire Black

Bell & Ross

Diese Handaufzugsuhr mit skelettiertem Tourbillonmechanismus stellt nicht nur designtechnisch eine Neuheit für die umtriebigen Gründer der Marke mit Firmensitz in Paris da: Seit vielen Jahren experimentieren Bruno Belamich und Carlos Rosillo mit neuen Gehäusen wie dem 2014 eingeführten Modell BR X1. Mit der hier gezeigten, 2018 vorgestellten Saphirglasvariante ging man auch vertriebstechnisch neue Wege. Sie war erstmals nur online erhältlich. Das scheint erfolgreich zu funktionieren: Von den ursprünglich fünf Exemplaren ist nur noch eins vorhanden und kann über die E-Boutique bezogen werden. 400 000 Euro, bellross.com

Récital 26 Brainstorm® Chapter One

Bovet 1822

Der Vorteil von Saphir ist neben seiner unglaublichen Härte, die nur noch von Diamant übertroffen wird, dessen enorme Leichtigkeit. Denn das Material ist leichter als Titan! Diese Leichtigkeit machte es für den Firmeninhaber von Bovet, Pascal Raffy, zum idealen Ausgangsmaterial seiner Kreationen, deren Basis hier ein hochkomplexes Gehäuse im Écritoire Stil darstellt. Neben dem fliegenden Tourbillon, einer dreidimensionalen Mondphasenanzeige und Großdatum verfügt die Uhr über zehn Tage Gangreserve. Das ist zwar nicht so viel wie beim historischen Rekordhalter des Hauses einer im Jahr 1900 hergestellten Taschenuhr mit 370 Tagen, aber völlig ausreichend für jede Tragepause. 319 158 Euro, bovet.com

Big Bang Unico Perpetual Calendar Sapphire

Hublot

Hublot war die erste Marke, die Saphirgehäuse in Serie herstellte. 2016 beginnt die Manufaktur aus Nyon, das transparente Material zu verwenden, 2017 gelingt es erstmals, große farbige Saphire herzustellen, in Rauchig Schwarz über Rot, Blau, Pink bis zu Gelb. Niemand hat so viele Saphirmodelle im Programm wie die Schweizer. Das hier gezeigte verbindet das hauseigene Säulenrad-Chronographenkaliber Unico mit einem ewigen Kalender und einer Mondphase. Das o en gearbeitete Uhrwerk ist mit Ruthenium beschichtet, um Stunden und Minuten besser ablesen zu können. Limitiert auf 50 Exemplare, 110 000 Euro, hublot.com

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