Begegnung mit Silberrücken in Rwanda Eine lebensverändernde Erfahrung

Einen Gorilla in freier Wildbahn zu sehen, kann ein lebensveränderndes Erlebnis sein. So ging es auch Unternehmerin Sheila Johnson. Wir haben mit Ihr über Ihre Erfahrung gesprochen
Gorilla, Rwanda

Die Unternehmerin SHEILA JOHNSON, Gründerin und Geschäftsführerin der Salamander Hotels & Resorts mit Anteilen an drei professionellen Sportteams, besuchte Rwanda vor acht Jahren auf einer karitativen Mission, als sie darum bat, Gorillas auf freier Wildbahn sehen zu können. Es wurde alles arrangiert und eine stundenlange Wanderung - weit über dem Meeresspiegel - folgte. Der Marsch war ermüdend, aber der Lohn war die Mühen wert.

„Plötzlich kamen wir auf eine Lichtung. In dem Moment sagte der Guide: ,Sie müssen jetzt ganz leise sein. Wir sind da.‘ Vor uns war ein Silberrücken auf allen Vieren. Er sah uns einfach an. Wir konnten die ganze Familie um ihn herum sehen - alle 11 Frauen saßen da und die Kinder kletterten in den Bäumen herum und schaukelten und spielten miteinander. Ich konnte wirklich die Familiendynamik erkennen, wie diese Kinder von allen Müttern und ihrem Vater, dem Silberrücken, geliebt wurden."

Den Gorillas auf der Spur

„Wir saßen ungefähr drei Stunden da. Die Gorillas waren vielleicht einen halben Meter von uns entfernt. Der Teil machte mir ein bisschen Sorgen, aber die Guides würden im Ernstfall ihre Gewehre anlegen. Und es waren die Gorillababys, die zu uns kamen, die Erwachsenen kamen nicht. Sie wollten fast von uns auf den Arm genommen werden, aber wir haben sie natürlich nicht angerührt. Uns war gesagt worden, dass wir die Babys unter keinen Umständen berühren dürften, egal wie nahe sie uns kämen, weil uns dann der Silberrücken umbringen würde. Ich glaube, sie waren daran gewöhnt, von Menschen besucht zu werden, aber man konnte die von dem Silberrücken auferlegten Grenzen spüren. ,Ihr dürft sie anschauen, aber nicht berühren. Ihr dürft schauen, aber kommt uns nicht zu nahe.‘"

„Das war ein einmaliges Erlebnis; ich würde es nicht wieder tun. Es war extrem anstrengend. Ich war noch nie in meinem Leben so kaputt. Ich glaube, ich brauchte fast eine Woche, bis sich mein Körper davon erholt hatte. Aber es war eine erstaunliche Erfahrung. Mir wurde klar, dass ich mutiger bin, als ich dachte. Als ich der Natur so nahe war, spürte ich keine Angst; ich fühlte mich vor allem gestärkt.“

Gorillas in Rwanda hautnah erleben

Das Touristikunternehmen Abercrombie & Kent (abercrombiekent.com) bietet Reisen in Afrika mit Gorilla-Wanderungen. Die achttägige Signature Rwanda Safari (ab € 6.675 pro Person) verweilt zwei Tage im Volcanoes National Park, wo ungefähr 400 Berggorillas leben - das ist etwa die halbe Weltbevölkerung dieser bedrohten Primatenart. Auf der neuntägigen Signature Uganda Safari (ab € 6.765 pro Person) folgen Sie zwei Tage lang den Spuren von Berggorillas im Bwindi Impenetrable National Park.

Schlagworte:
Autor:
im Original von Sheila Gibson Stoodley