Pernod Absinth Renaissance der ursprünglichen Rezeptur

Seit Pernod im frühen 19. Jahrhundert den ersten Absinth auf die Theken der Bistros brachte, steht der Name des französischen Unternehmens für das grüne Getränk. Es hat die wohl längste Absinth-Tradtion weltweit.
Pernod Absinth

Neuauflage der ursprünglichen Rezeptur

Ab 1912 war der außergewöhnlich starke geistige Verführer in den USA verboten. Erst seit 2007 darf Pernod eine abgeschwächte Version seines Absinths in den USA verkaufen. Jetzt hat der französische Spirituosen-Konzern Pernod Ricard eine Neuauflage der ursprünglichen Rezeptur entwickelt (0,7 l ca. 35 Euro). Der moderne Absinth ist ein Destillat auf Wein-Basis, nicht mehr auf Getreide-Basis. Die grüne Farbe entsteht durch mazerierte grüne Nesseln, nicht durch Färbemittel. Grundstoff ist Wermutkraut aus Pontarlier in Frankreich — alles Elemente der Original-Rezeptur von Pernod. Darüber hinaus werden weitere Kräuter zugesetzt, etwa Melisse, Ysop, Fenchel und Sternanis, die dem Absinth seine florale Note verleihen, die über dem vorherrschenden Anisgeschmack schwebt. Pernod Absinth hat einen Alkoholgehalt 68 % Vol. und eignet sich hervorragend für die unterschiedlichsten Cocktails, man denke nur an Death in the Afternoon, die Mischung von Absinth und Champagne, die von Ernest Hemingway unsterblich gemacht wurde. Am besten aber ist die klassische Variante: Einfach Wasser über ein Stück Zucker in den Absinth laufen lassen – so entfaltet die „Grüne Fee“, wie sie früher genannt wurde, ihr üppiges Bouquet.

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Autor:
im Original von Bailey S. Barnard