Auto des Jahres 2016 | Platz 2: McLaren 650S Spider McLaren 650S Spider

Näher an Formel 1 geht nicht!
McLaren-650S-Spider
  • Motor: 3,8 Liter V8-Biturbo
  • Leistung: 641 PS bei 7.250 U/min
  • 0 auf 100 km/h: 2,9 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 333 km/h
  • Grundpreis: 231.500€

Der britische McLaren 650S Spider erwies sich als der stärkste Konkurrent des Ferrari 488 GTB. Er beeindruckte unsere Jury dermaßen, dass er nur knapp geschlagen über die Ziellinie kam. „Das ist totale Perfektion und Spaß in Einem“, resümierte Alan Mark. Auch Diane Zeiger war höchst angetan: „Design, Fahrleistung, Elektronikausstattung im Innenraum – das ist alles eine Stufe besser als beim Ferrari.“

Die Erfahrungen, die McLaren mit dem P1 gemacht hat, sind in den offenen 650S Spider mit Mittelmotor eingeflossen, der noch besser ist als sein Vorgänger, der 12C. Beide sind auf ein CfK-Monocoque aufgebaut, wie man es aus der Formel 1 kennt. Der 3,8 Liter V8-Biturbo hat 650 PS und 678 Nm, verbunden mit einem sechs Gang Doppelkupplungsgetriebe. Von der „absolut makellose Übertragung“ und dem „beachtlichen Kraftwerk“ ist auch Lee Applbaum überzeugt. „Näher an den Kick, den man in einem Formel 1 Wagen hat, kann man nicht kommen.“

„So perfekt, antiseptisch und klinisch wie das Atelier, in dem er gebaut wird.“ Robert Ross, Robb Report Motorsport-Berater

Flügeltüren des McLaren 650S Spider

Der große Frontsplitter, die Lufteinlässe und Seitenschweller aus dem P1 sind nur einige der Designelemente, die dem 650S Spider seine Aerodynamik verleihen. Laut McLaren hat der 650S 25 Prozent mehr Abtrieb als der 12C, wenn er 230 km/h oder schneller fährt. Nachprüfen konnten unsere Jurymitglieder das auf den Straßen außerhalb von San Diego natürlich nicht. Was sie jedoch testeten, war die Beschleunigung, die den Wagen laut Werksangabe in 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h bringt. „Mir ist echt der Angstschweiß ausgebrochen, als ich aufs Gas getreten habe. Aber dann: dieser Adrenalinkick!“ John Plueger ist eindeutig noch in anderen Sphären. G.J. Hart warnte, der Wagen sei „nichts für schwache Nerven“ und auch Hans Eulenhoefer versprach, dass „das Blut in den Kopf schießt“. Brian Matthews empfahl den McLaren gegen Rückenschmerzen: „Wer braucht noch den Chiropraktiker? Hier einmal auf Pedal steigen und die Wirbelsäule ist wieder eingerenkt.“

Bei all der ungezähmten Kraft und der furchterregenden Geschwindigkeit fanden die Jurymitglieder den McLaren erstaunlich bequem – ein richtig alltagstaugliches Auto! „Geschmeidig“ urteilte Dan Moyer: „Der Wagen streichelt die Straße und fühlt sich sehr sicher an. Auch bei normalen Geschwindigkeiten macht das Fahren Spaß.“

„Nach der Papierform sind der 650S und der Ferrari GTB fast gleich, aber wenn man bei dem McLaren aufs Gaspedal tritt, das hat einen ganz besonderen Zauber. Zunächst scheint eine Kraftwelle den Wagen zu umgeben, bevor sie dich dann in den Zustand der heiligen Verzückung hebt.“ – Bailey S. Barnard, RobbReport.com Redakteur

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